3 Hoster, die einen Blick wert sind

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3 Hoster, die einen Blick wert sind

Vor Jahren habe ich einen günstigen Hoster gesucht. Die meisten sind auf dauer zu teuer (1&1, Strato), haben schlechte Konditionen (Nitrado) und sind somit eher ungeeignet.

Daher habe ich mich auf die Suche begeben und hier habt ihr ihn nun – den großen Hoster-Vergleich!

Kandidat 1: Netcup – Viel Leistung zum kleinen Preis

Der in Nürnberg ansässige Hoster netcup bietet ein optimales Verhältnis zwischen Preis und Leistung. Schon das günstigste Paket besitzt 25 GB Webspace, dazu eine gratis Domain sowie 100 Subdomains und gratis E-Mail mit bis zu 100 Adressen, welche eigene 25 GB Speicher besitzen und für alle Domains verfügbar ist.

Netcup setzt auf Ökostrom.

Kandidat 2: Host Europe: Umfangreiche Rundum-Pakete ok-en preisen

Host Europe WebhostingHostEurope BasicHostEurope Medium HostEurope Premium 

Das in Köln ansässige und zum US-Konzern GoDaddy gehörige Unternehmen Host Europe bietet Shared-Webhosting, Virtual-Server-Hosting und die Möglichkeit, einen dedizierten Managed-Server zu mieten. Für alle Hosting-Varianten bietet der Provider jeweils die vier Tarife BasicMediumPremium und Supreme an.Besonderheit

Beim vServer-Hosting, beläuft sich das Speichervolumen auf 500 bis 2.000 Gigabyte, der Arbeitsspeicher auf 4 bis 24 Gigabyte RAM. Im Fall des dedizierten Managed-Servers beträgt der Speicherplatz zwischen 1,8 und 7,3 Terabyte, der Arbeitsspeicher verfügt über 32 bis 128 Gigabyte RAM. Mit einer Traffic-Flatrate kann schon der kleinste Tarif aufwarten.

Host Europe bietet die Auswahl aus 392 verschiedenen TLDs, allerdings sind diese nicht in den Hosting-Tarifen inbegriffen, sondern müssen zusätzlich für eine Monatsgebühr angemietet werden. Die Höhe dieser Gebühr variiert je nach Domainendung.

Die Preis-Range der Webhosting-Pakete reicht von dem Leistungsumfang angemessenen 4,99 bis 14,99 Euro pro Monat. Bei einmonatiger Laufzeit wird eine einmalige Einrichtungsgebühr von 14,99 Euro fällig, bei Buchung eines Jahresabonnements entfällt diese. Für den virtuellen Server beträgt die Preisspanne 19,99 bis 59,99 Euro pro Monat, die Einrichtungsgebühr 19,99 Euro, für einen Managed-Dedicated-Server 149,00 bis 299,00 Euro pro Monat bei 149,00 Euro Einrichtungsgebühr.

Der Serverstandort befindet sich bei Host Europe im Ausland. Der Konzern kooperiert mit dem in der Ukraine ansässigen Dienstleistungsunternehmen LvivIT!, das offenbar für die Administration der Server zuständig ist. Die Datenschutzstandards sind daher schwer zu beurteilen. Positiv stechen hingegen die flexiblen Konditionen heraus: Upgrades und Downgrades zwischen den Paketen sind jederzeit kostenfrei möglich, beim Shared-Hosting ist keine Mindestvertragslaufzeit vorgesehen.

3. DomainFactory: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei flexiblen Paketen

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In fünf Tarifstufen gliedert der große Hosting-Provider DomainFactory seine Managed-Webhosting-Angebote. Inzwischen gehört DomainFactory, ebenso wie Host Europe, zum US-Konzern GoDaddy.

Der verfügbare Webspace reicht von 25 Gigabyte im kleinsten bis 400 Gigabyte im größten Paket. Eine Traffic-Flatrate ist bereits im Basic-Tarif enthalten. Die Preisspanne reicht von 4,99 Euro im Basic– bis 39,99 Euro im Ultimate-Paket pro Monat. Für die Ersteinrichtung erhebt der Provider eine Gebühr von 9,99 Euro. Domains sind in den beiden kleineren Paketen nicht inkludiert. Dennoch sind die Preise durchaus angemessen und angesichts des enthaltenen Leistungsumfangs im Mittelfeld angesiedelt.

Mit einem regulären 24-Stunden-Service kann DomainFactory nicht auftrumpfen. Über eine Hotline oder per E-Mail ist der Support wochentags für 15 Stunden, am Wochenende für acht Stunden erreichbar. Rund um die Uhr steht allerdings ein Notfallsupport zur Verfügung.

Als fragwürdig ist allerdings die Datensicherheit zu beurteilen. Seit der Übernahme durch GoDaddy lässt DomainFactory seine Kundendaten bei dem externen Dienstleister LvivIT! In der Ukraine verwalten und auch einen Teil der Serveradministration vornehmen. Die Option „Hosting in Deutschland“ bietet DomainFactory separat an. Diese ist im Preis nicht inkludiert und verursacht als „Add-on“ zusätzliche Kosten von 0,99 Euro pro Monat.

Ist die Domain mit drin?

Webspace ist nicht alles. Damit Internetnutzer Ihre Website überhaupt erst finden und aufrufen können, benötigen sie eine Adresse: die Domain. Ein Webhosting-Paket beinhaltet in aller Regel auch eine Domain, mit der Sie Ihre Website für Besucher erreichbar machen. Die Domain können Sie grundsätzlich selbst wählen, allerdings sollten Sie vorab auf der Homepage des Webhosters prüfen, ob Ihre Wunsch-Domain noch verfügbar ist.

Die Domainendung, also der Bestandteil hinter dem letzten Punkt, wird auch Top-Level-Domain (TLD) genannt. Gängige Beispiele hierfür sind .de oder .com. Die Zeichen- und/oder Buchstabenfolge davor heißt Second-Level-Domain. Im Falle von www.stern.de/vergleich/ ist „stern“ die Second-Level-Domain, „de“ die Top-Level-Domain, „www“ die Subdomain und „vergleich“ ein Verzeichnis.

Neben den typischen Länderkennungen in der TLD hat die zuständige Behörde, die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), 1.400 neue TLDs zugelassen. Diese beschreiben Themen oder geografische Regionen, beispielsweise „.berlin“, „.business“ oder „.forum“. Wenn Sie sich eine bestimmte TLD für Ihr Webprojekt sichern möchten, sollten Sie darauf achten, dass der Webhoster Ihrer Wahl diese auch anbietet.

Die Domain-Registrierung übernimmt in aller Regel der Webhoster für Sie. Sie sollten allerdings vor der Buchung eines Webhosting-Pakets unbedingt prüfen, wie viele Domains und wie viele Subdomains es enthält. Je mehr Subdomains vorhanden sind, desto übersichtlicher kann der Nutzer die Seite strukturieren und desto höher fällt ihre Auffindbarkeit in den Suchmaschinen aus. Falls Sie bereits über eine Domain verfügen, sollten Sie sich darüber informieren, ob der Webhoster ihrer Wahl das Aufschalten von externen Domains gestattet und ob er idealerweise sogar einen Umzugs-Service anbietet.

Lohnt sich kostenloser Webspace?

Neben den kostenpflichtigen Webhosting-Diensten finden sich auch zahlreiche kostenfreie Angebote. Die Gratis-Webhosting-Provider werben nicht nur mit kostenfreiem Hosting, sondern auch mit einfacher Benutzeroberfläche und starken Backlinks. Dies mag verlockend klingen, doch derartige Angebot haben selbstverständlich den ein oder anderen Haken.

Meist lauern hier entweder versteckte Kosten oder diverse Einschränkungen. Oft verrät dies bereits ein Blick ins Kleingedruckte. In den meisten Fällen finanzieren sich die kostenfreien Anbieter durch Werbung, die sie auf den Websites ihrer Kunden schalten. Dies nervt nicht nur, sondern wirkt bei gewerblichen Seiten auch zutiefst unseriös. Oft ist der Webspace auf nur wenige Megabyte limitiert, sodass Sie Ihre Website nicht mit vielen Bildern oder Videos bestücken können. Bisweilen sind sogar bestimmte Dateitypen vom Upload ausgeschlossen.

Auch der Traffic ist von Limitierungen betroffen. Nach Überschreiten eines bestimmten Datentransfervolumens setzt oft eine Drosselung der Ladegeschwindigkeit ein, oder es fallen gar Kosten pro angebrochenem Gigabyte Traffic an. Das Supportangebot kostenfreier Anbieter ist – wenn überhaupt vorhanden – sehr rudimentär.
Ein weiterer gewichtiger Nachteil ist, dass kostenfreie Provider in aller Regel keine vollwertigen Domains ausgeben, sondern die Website ihres Kunden nur unter einer Subdomain ihrer eigenen Domain führen.

Die Nachteile kostenfreier Hosting-Angebote zusammengefasst:

  • Unerwünschte Werbebanner
  • Keine nutzerdefinierten Banner möglich
  • Geringe Speicherkapazität
  • Ausschluss bestimmter Dateitypen
  • Keine vollwertige Domain
  • Limitierung des Traffics
  • Kein oder nur rudimentärer Support

Angesichts dessen, dass Shared-Hosting-Pakete bereits für wenige Euro pro Monat zu haben sind, stellt kostenfreies Webhosting kaum eine ernstzunehmende Alternative dar.

Eine Antwort

  1. Felix sagt:

    Top Beitrag mal wieder! Wirklich interesannt.

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